Was ist Yoga eigentlich – weißt du es?

.: shunny - be the sun :.

Yoga ist in aller Munde und total angesagt. Viele Menschen spüren einfach, dass es gut tut Yoga-Übungen zu praktizieren. Gerade in unserem gefüllten Alltag bringt es einen freien Kopf, lässt einen super wieder herunter kommen und liefert auch wieder neue Energie. Viele belassen es bei der körperlichen Bewegung. Dabei bietet dir Yoga noch viel mehr – wenn du möchtest 😉

Vor allem ist Yoga eine Technik um dein Bewusstsein zu schulen. Das Ziel dahinter ist dein Leben in Freiheit zu leben. Wie das – frägst du dich jetzt vielleicht – ich bin doch frei!?!

Ca. 90% unserer Handlungen sind durch unser Unterbewusstsein gesteuert. Das bedeutet: nur 10% von dem was du tust ist aus deinem Bewusstsein heraus. Das ist ziemlich wenig, findest du nicht auch? Wie du bei einem Eisberg nur den kleinsten Teil siehst, der aus dem Wasser heraus ragt, und sich der größere Teil des Eisbergs unter Wasser befindet. Und die größere Frage ist: was steuert denn dann?

In unseren Unterbewusstsein ist alles gespeichert, was mit unserem bisherigen Leben zu tun hat: Erfahrungen, Glaubenssätze und Überlebensstrategien die wir uns irgendwann angeeignet haben, Reaktionsmuster, die uns anerzogen wurden oder die wir uns abgeschaut haben. Diese Dinge laufen automatisch in uns ab. Das bedeutet, dass wir gar nicht so frei in unseren Reaktionen und Entscheidungen sind, wie wir meistens glauben.

Wie kannst du den bewussten Anteil nun vergrößern? Yoga ist hier ein tolles Tool, um selbst-bewusst-er zu werden – also du schulst dein Bewusstsein, um dir damit Wahlmöglichkeiten in deinen Handlungen und Reaktionen zu schaffen.

Dafür bietet dir vor allem Kundalini-Yoga eine Vielzahl an Möglichkeiten, wie ein Baukasten-System welches du für dich nutzen kannst, aber nicht musst. Und das ist das tolle. Und jeder Baukasten allein bringt dir für dein Leben auf jeden Fall schon eine Bereicherung. Je mehr Teile du in dein Leben integrierst, um so positiver sind die Resultate zu spüren – jedenfalls kann ich das für meine Erfahrung sagen, und von vielen Freunden, die die gleiche Erfahrung gemacht haben. Von welchen Baukästen ich hier spreche – ich möchte dich natürlich nicht länger auf die Folter spannen:

  • Körperübungen, auch Asanas genannt, kombiniert mit bestimmten Fingerhaltungen, sogenannten Mudras, und Körperschleussen (Bandhas = Muskeln, die zur Erhaltung der Energie in deinem Körper beitragen, die während den Körperübungen aufgebaut werden):
    Durch die Körperübungen lernst du deinen Körper wieder besser kennen und lernst ihn genauer zu erspüren und einzuschätzen, wie er sich verhält und manchmal verändert. Zudem altert ein Körper, der ausreichend und angemessen bewegt wird nicht so schnell.
  • Klänge und Mantren
    Die Macht von Musik – sie kann uns total happy machen, wenn ein beliebter Song gespielt wird oder auch ziemlich die Laune vermiesen, vielleicht wenn schlechte Erinnerungen daran gekoppelt sind. Im Yoga gibt es viele Klänge und Mantren, die uns stärken und unterstützen, um unser Leben wieder, im wahrsten Sinne des Wortes, in Schwung zu bringen
  • Atmung – Pranayama – ist essenziell für unser Überleben, ohne Sauerstoff kann kein Mensch lange überleben. Der Weltrekord beim Atem anhalten liegt nur bei etwas über 11 Minuten. Atmen ist also wirklich wichtig! Noch wichtiger ist richtiges Atmen. Viele Menschen atmen sehr flach. Damit wird unser System nicht richtig mit Sauerstoff versorgt und ist viel anfälliger für Stress, Krankheiten, und auch die Konzentrationsfähigkeit leidet sehr.

Mache für dich selbst mal den Test – beobachte deinen Atmen 2-3 Mal am Tag:
Ist er flach, oder atmest du tief in deinen Bauch und in deine Lungen hinein?
Hältst du vielleicht sogar den Atmen manchmal komplett an, z.B. in Stress-Situationen?
Wenn es dir möglich ist, schließe die Augen und atme 3 mal ganz bewusst tief und fest ein und aus. Du kannst auch gerne bei offenen Augen tief und bewusst atmen!

  • Entspannung ist auch ein wesentlicher Bestandteil des Yoga, und auch ein sehr wichtiger. Unsere Muskeln haben 3 Status: Anspannung, Spannung halten und Entspannung. Meistens kommt das letztere zu kurz und unsere Muskeln bleiben in der Spannung. Es bilden sich oft chronische Verspannung, meist in Nacken, Schultern, oder unterem Rücken. Oft führt das zu einem komplett angespannten Leben! Vor allem wir in der westlichen Zivilisation sind immer auf dem Sprung und haben verlernt uns wirklich zu entspannen.
  • Regelmäßige Meditation hilft unserem System stabiler zu werden, und nicht wie ein Fähnchen im Wind auf alle unschönen Ereignisse zu reagieren und von Emotionen überrollt zu werden. Anders, wie die oft verbreitete Meinung, dass man bei Meditation nichts denken soll ist das Gegenteil der Fall: Es geht darum, die eigenen Gedanken und Emotionen wahrzunehmen, zu beobachten und vor allem: nicht zu bewerten und wieder los zu lassen. Dadurch werden wir achtsamer, was unsere eigene Wahrnehmung und auch die für andere stärkt. Und nun wird es Interessant: Auf der einen Seite wird man sensibler, auf der anderen Seite hält man aber nicht an unnützen Gedanken und Emotionen fest und kann diese schneller weiterziehen lassen.
  • Ein weiterer Baustein ist die yogische Ernährung. Hier gibt es viele Tipps. Angefangen wie man mit Entgiftungskuren den eigenen Körper entlasten kann, wie man gezielten mit Nahrungsmitteln auf das eigene Wohlbefinden einwirken kann und sogar Organe unterstützen kann und wie man sich gesund ernährt, um das Verdauungssystem optimal zu unterstützen.
  • Zudem liefert Yoga viele Tipps und Tricks wie man seinen Alltag gestalten kann, zum Beispiel mit einer kalten Dusche am morgen, um das komplette System zu aktivieren und auf Trapp zu bringen, oder wie der Kreislauf des Lebens, das große Ganze betrachtet werden kann, um sich und seinem Leben nach einem tieferen Sinn zu gestalten und glücklich und befreit zu leben.

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